10 Tipps für E-Zigaretten Einsteiger

Oliver 2 Artikel 12. Februar 2015
ezig

1. Die richtige Hardware

Als Neueinsteiger ist man oft verleitet, sich ein günstiges Einsteiger-Gerät zuzulegen. Die Anschaffungskosten sind dabei zwar gering, dafür sieht man sich im täglichen Bereich schnell mit Problemen und Eigenheiten konfrontiert. Wer den Umstieg von Zigaretten durchziehen möchte, sollte etwas mehr Geld in seine Hardware investieren. Speziell in den ersten Tagen ohne Zigarette werdet Ihr auch mit dem größten Akku nicht komplett durch einen Tag kommen, geht also auf Nummer sicher immer einen aufgeladenen Ersatzakku bei euch zu haben. Das letzte das euch passieren sollte ist, dass Ihr aufgrund eures Geräts plötzlich ohne Alternative dasteht und deswegen wieder zur Zigarette greift.

Die heute erhältlichen Einsteiger-Geräte haben zwar eine gute Rauchentwicklung, geschmacklich zeigen sich aber teilweise große Unterschiede im Vergleich zu hochwertigeren Geräten. Bessere Hardware macht mehr Freude und erhöht eure Chancen den Umstieg zu schaffen. Für etwa 100 Euro bekommt man einen guten Akkuträger, Ersatzakkus, ein Ladegerät, einen Verdampfer und ein paar Liquids. Beim ersten Besuch im Shop eurer Wahl solltet Ihr auch nicht darauf vergessen, dass der Verdampfer einen sogenannten Verdampferkopf besitzt, der alle paar Wochen getauscht werden sollte. Legt euch am besten gleich mehrere Verdampferköpfe zu damit Ihr das Thema für einige Monate aus der Welt habt. Lasst euch auch keine Einweig E-Zigaretten andrehen. Diese halten nur kurze Zeit und kosten oftmals Vergleichsweise viel Geld.

2. Setzt euch keine strikten Verbote

Der Vorsatz mit dem Rauchen mithilfe der E-Zigarette aufzuhören ist bereits ein erster Schritt in die richtige Richtung. In den ersten Tagen werdet Ihr aber trotz der dampfenden alternative weiterhin teilweise große Lust auf eine normale Zigarette haben. Wie stark das verlangen nach normalen Zigaretten ist, dabei von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Der eine hat keine Probleme damit von einem auf den anderen Tag auf den Dampfer umzusteigen, andere brauchen etwas länger. Es ist keine Katastrophe wenn Ihr trotz eurer E-Zigarette noch ein paar Zigaretten raucht, jede normale Zigarette die Ihr mithilfe der E-Zigarette auslassen könnt ist ein kleiner Erfolg. Mit der Zeit könnt Ihr hier aktiv versuchen die verbliebenen Zigaretten weiter zu streichen bis ihr anschließend die ersten rauchfreien Tage absolvieren könnt.

Immer drängen wir uns zum Verbotenen und begehren das Verweigerte.
Publius Ovidius Naso, römischer Epiker

Die Erfahrung hat gezeigt, dass man beim Umstieg auch trotz der Zufuhr von Nikotin über Liquids weiterhin verlangen nach einer Zigarette hat. Stellt euch auf etwa 3 bis 5 Tage ein in denen Ihr mit dem Griff zur Zigarette hadert, danach beginnt sich langsam euer Geschmackssinn und Geruchssinn zu normalisieren was dazu führt, dass Ihr den Geruch und Geschmack von normalen Zigaretten als zunehmend unangenehm empfindet. Nach etwa zwei Wochen ohne Zigarette versteht man dann wieder, warum Nichtraucher teilweise so eine große Abneigung gegen den Tabakgeruch haben.

3. Richtig dampfen braucht Übung

E-Zigaretten werden anders als normale Zigaretten geraucht. Das merkt man als langjähriger Raucher bereits beim ersten Zug. Anders als bei einer normalen Zigarette macht man bei E-Zigaretten gemütliche längere Züge. Der Grund dafür findet sich bei der verwendeten Technik. Das Liquid wird nicht verbrannt sondern über einen Wendel verdampft. Zieht Ihr stärker von der E-Zigarette hat der Wendel weniger Zeit das zugeführte Liquid zu verdampfen. Bessere Verdampfer bieten die Möglichkeit die Zugabe von Sauerstoff zu regulieren. Damit kann man das Rauchverhalten einer normalen Zigarette zumindest teilweise simulieren. E-Zigarette dampfen ist Genuss und bei eben diesen hat Hektik keinen Platz.

Der erste Zug von einer E-Zigarette kann auch langjährigen Rauchern einen kurzen Huster entlocken. Grund dafür ist, dass die E-Zigarette unter anderem keine betäubende Blausäure produziert. Eure Lunge ist zudem den verbrannten Tabak gewohnt und keinen lauwarmen Dampf. Hier heißts dranbleiben und mit verschiedenen Inhalationsmethoden experimentieren. Manche sammeln den Rauch zuerst gern in der Backe und Atmen in anschließend ein, andere ziehen den Dampf direkt in die Lunge ohne dabei weiteren Sauerstoff einzuatmen.

4. Tabak-Liquids schmecken nicht wie Zigaretten

Als Umsteiger wünscht man sich natürlich den alten Geschmack seiner Zigarette auch für das elektronische gegenstück. Im Handel finden sich in diesem Zusammenhang einige Liquids die gewissen Tabaksorten nachempfunden sein sollen. Keines dieser Liquids wird auch nur Ansatzweise so schmecken, wie eure alte Zigarette. Aus eigener Erfahrung empfehlen wir euch nicht zu Imitaten bekannter Zigaretten-Marken zu greifen. Diese sind teilweise Mischungen aus diversen Geschmäckern und bilden oftmals einen undefinierbaren Geschmack der uns mehr als einmal zum putzen des Verdampfers getrieben haben. Wer sich ein Liquid wünscht, dass etwas nach Tabak schmeckt, sollte RY4 ausprobieren, dieses ist auch etwas süßlich kommt bei den meisten Umsteigern aber gut an.

5. Holt euch viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen

Studien haben gezeigt, dass E-Zigaretten Nutzer zuerst Tabak-ähnliche Liquids dampfen und anschließend erst später die fruchtigen Geschmäcker tendieren. Im Handel finden sich derzeit viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen, sei es der Vanillepudding oder die Kirschtorte. Die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen sind einer der großen Vorteile von Dampfern, macht also nicht den Fehler diese Liquids zu verschmähen.

Beim Einsatz unterschiedlicher Geschmacksrichtungen hört man auch immer wieder, dass man speziell bei günstigeren Geräten jeweils nur ein Liquid pro Verdampfer rauchen sollte. In der Praxis verfliegt der alte Geschmack aber bereits nach ein paar Zügen mit dem neuen Inhalt, ganz so ernst sollte man diese Regel also nicht nehmen. Umsteigern empfehlen wir speziell Geschmacksrichtungen mit Menthol. Das Menthol imitiert den „Kick“ den man von normalen Zigaretten gewohnt ist und schmeckt zudem erfrischend. Solltet Ihr immer das selbe Liquid dampfen, kann es passieren, dass es den Geschmack nach einiger Zeit verliert. Um die Geschmacksknospen nicht zu langweilen, solltet Ihr in diesem Fall zumindest für kurze Zeit auf eine andere Geschmacksrichtung umsteigen.

6. Greift Anfangs zu Liquids mit mehr Nikotin

Liquids gibt es in allen Geschmacksrichtungen und zudem auch in vielen verschiedenen Nikotin-Stärken. Als Umsteiger solltet Ihr euch Liquids mit mehr Nikotin zulegen. Die höheren Zahlen mögen auf den ersten Blick abschrecken, deswegen haben wir die folgende Aufstellung für euch.

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Eine durchschnittliche Zigarette kann mit Liquids verglichen werden, die einen Niktoin-Inhalt von 18MG haben. Solltet Ihr mehr als ein Päckchen Zigaretten am Tag konsumiert haben, könnt Ihr auch zu noch höheren stärken greifen. In diesem Zusammenhang sei auch angemerkt, dass Ihr Nikotin über E-Zigaretten bei weitem nicht so effektiv aufnehmt wie bei traditionellen Zigaretten. Anfangs werdet Ihr somit recht oft an dem Dampfer hängen, bis das Ihr euer Verlangen nach einer Zigarette gestillt habt. Wer mit hohen Nikotin-Werten beginnt, kann diesen gezielt mit der Zeit reduzieren. Viele Nutzer haben über diesen Weg das Nikotin über längerer Zeit ganz weggelassen und anschließend nur noch die reinen Liquids ohne Niktoin-Zusatz geraucht. Ein komplettes aufhören ist damit natürlich nicht garantiert, bietet aber die Möglichkeit einer langsamen Entwöhnung.

7. Wie oft darf man von der E-Zigarette ziehen?

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Anfangs werdet Ihr wie bereits beschrieben recht regelmäßig von der E-Zigarette ziehen, bis das verlangen nach Nikotin gestillt ist. Der Grund hierfür ist die langsamere Aufnahme von Nikotin über den Dampf. Raucht man eine normale Zigarette dauert es im Schnitt nur wenige Minuten, bis das Niktoin in großen Mengen im Blut zu finden ist. Im Fall der E-Zigarette dauert es um die 30 Minuten bis ein ähnlicher Wert im Blut zu finden ist. Spätestens wenn sich leichtes Kopfweh bemerkbar macht, solltet Ihr den Dampfer auf die Seite legen.

8. Schaut in der Dampfer-Community vorbei

Als Einzelkämpfer macht alles weniger Spaß. Im Netz finden sich derzeit bereits viele aktive Communitys in denen man sich mit anderen Leuten austauschen kann. Es wird immer wieder passieren, dass Ihr Fragen habt, warum also nicht gleich Leute mit langjähriger Erfahrung um Hilfe bitten.

E-Zigaretten Forum von Dampft.net

9. Stellt euch auf Kritik ein

Die Medien verteufeln bereits seit einigen Jahren die E-Zigarette. Mittlerweile scheint sich die allgemeine Stimmung im Bezug auf das Dampfen aber etwas zu drehen. Trotzdem solltet Ihr euch auf Schiefe Blicke und blöde Kommentare einstellen. Wer sich der Polarisierung aussetzen möchte oder allgemeines Interesse daran hat, mehr zum Dampfen zu erfahren, sollte sich immer wieder über die neuesten Studienergebnisse hermachen. Es kursieren viele Falschinformationen und Vorurteile, etwas mehr Hintergrundwissen ist also nie verkehrt. Wir berichten regelmäßig über neue Erkenntnisse, ein Bookmark schadet also nicht 🙂

10. Vergesst nicht genügend zu trinken

Der Dampf der E-Zigarette trocknet eure Schleimhäute schnell aus. Ihr solltet also dafür sorgen, dass Ihr immer etwas zu trinken griffbereit habt. Mit genügend Wasser schmeckt der Dampf dann auch gleich viel besser.

Weitere kurze Tipps:

Lasst eure Akkus nie unbeaufsichtigt laden
Die in E-Zigaretten verwendeten Akkus sind weitaus stärker und komplett anders ausgelegt als normale Akkus wie man sie z.B. von Duracell kennt. Bessere Ladegeräte haben einen Überladeschutz, trotzdem solltet Ihr euch immer in dem Raum befinden, in dem auch die Akkus geladen werden. Ladet die Akkus auch auf keinen Fall über Nacht auf.

Lagert eure Liquids außerhalb der Reichweite von Kindern oder Tieren
Dieser Tipp dürfte wohl allen klar sein. Das in den Liquids enthaltene Nikotin ist für Kinder und Tiere gefährlich und sollte somit auf keinen Fall in deren Händen oder Mäulern landen.

Vergesst euer Feuerzeug, packt ein Liquid und Akkus ein
Man weiß nie was den Tag über passiert. Vielleicht müsst Ihr ja länger in der Arbeit bleiben, vielleicht gibt es Stau oder vielleicht wollt Ihr noch jemand besuchen. Speziell Anfangs solltet Ihr immer für alle Eventualitäten gerüstet sein. Statt dem Feuerzeug sollte sich ab Tag eins, ein kleines Liquid-Fläschchen und ein Ersatzakku in eurer Tasche befinden.

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Comments

2 Responses to “10 Tipps für E-Zigaretten Einsteiger”
  1. Chris sagt:

    Bin seit knapp über 1 jahr Dampfer. Hab im Krankenhaus damit angefangen da ich durch einen gefährlichen Virus das zimmer nicht verlassen durfte. Ich bin froh das ich umgestiegen bin. Die Wohnung stinkt nicht mehr es gibt keine brandlöcher mehr und die Geschmacks Rezeptoren haben sich regeneriert. Im Krankenhaus erst mit günstiger 30 E-Zigarette angefangen und dann paar Monate später ne Vamo V7 mit Aspire Nautilus geholt und bin damit mehr als zufrieden. Kann jedem nur den Umstieg empfehlen.

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