Marlboro E-Zigarette iQOS verdampft pulverisierten Tabak

Oliver 0 E-Zigaretten 10. Februar 2015
Phillip-Morris-IQOS

Trotz politischem Gegenwind erfreut sich die E-Zigarette auch weiterhin wachsender Popularität. Auch die Tabak-Industrie sieht in dem neuen Produkt mittlerweile einen ernstzunehmenden Konkurrenten. In Ländern wie Österreich hat man die Dampfer bereits erfolgreich in das Tabakmonopol aufgenommen, obwohl man nur in den wenigsten Liquids wirklich, abseits des Nikotin, Bestandteile von Tabak finden kann. Übernehmen wir diese Logik auf andere Bereiche dürften Burger in Zukunft wohl nur noch von McDonals verkauft werden und Kaffee gibt es nur noch bei StarBucks. Fakt ist, dass der Konsum von Zigaretten weltweit stagniert. Die geschätzten 3 Millionen Dampfer allein in Deutschland dürften da wohl auch Ihren Teil beitragen. Natürlich weiß man das auch bei großen Playern wie Philip Morris, British American Tabacco, Japan Tabacco oder Imperial Tabacco. Neben Lobby-Arbeit kauften die Konzerne in naher Vergangenheit auch im großen Stil kleinere E-Zigaretten-Hersteller auf. Philip-Morris testet derzeit in Japan erste E-Zigaretten Produkte die statt den herkömmlichen Liquids pulverisierten Tabak verdampfen.

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Die Hybridzigarette hört auf den Namen „iQOS“ und verdampft den Tabak bei 350°C. Der Geschmack soll nah bei einer richtigen Zigarette, zeitgleich aber weniger schädlich sein. Produziert wird ein „nikotinhaltiges Gas“ mit ähnlichen Aromen wie man sie im Rauch einer Zigarette finden kann. Die Verbrennung von Zigaretten sei laut Philip-Morris die Ursache für die meisten Krebserkrankungen, durch das Verdampfen verringere man das Gesundheitsrisiko. Gefüllt werden die iQOS nicht mit dem bekannten Liquids sondern mit kleinen Patronen die separat verkauft werden. Die Kartuschen sind mit dem oben beschriebenen Tabak gefüllt und sehen aus wie kleinere Versionen von normalen Zigaretten. Der iQOS Verdampfer soll gut 70 Euro kosten, eine Packung HeatSticks soll um die 5 Euro kosten. Hergestellt wird die Marlboro E-Zigarette in Italien.

Video zur iQOS:

Ob die Lösung von Philip-Morris wirklich als gesünder bezeichnet werden kann, werden kommende Ergebnisse von medizinischen Tests zeigen, die derzeit in der Schweiz abgehalten werden. Erste Ergebnisse möchte man noch in diesem Jahr veröffentlichen.

Laut offiziellen Angaben sind die iQOS das Resultat von über 10 Jahren an Forschung und Entwicklung unterstützt von einer Investition von gut 2 Milliarden US-Dollar. Der weitere Werdegang der iQOS und deren Heatsticks hängt vom Erfolg in den Testmärkten ab. Gegen Ende 2014 forderte der Deutschlandchef von Philip Morris eine Tabaksteuer für E-Zigaretten. Ein Umstand der womöglich bereits jetzt einen überschaubaren Erfolg der hauseigenen E-Zigaretten erahnen lässt.

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