Crafty Vaporizer Test

Oliver 0 Tests 10. Mai 2016
crafty

Und wieder ein Vaporizer im Test. Diesmal haben wir uns den Crafty Vaporizer aus dem Hause Storz & Bickel etwas genauer angesehen. Der Crafty kann ohne weiteres als der kleine Bruder des Mighty Vaporiers bezeichnet werden. Speziell in Sachen Bauhöhe haben wir mit dem Crafty ein merklich kleineres Gerät in den Händen. Die kleinere Bauform wird durch die Verwendung von nur einem Lithium-Ion-Akku ermöglicht. Dies hat wiederrum Auswirkungen auf die Akkulaufzeit sowie das ausbleiben eines Displays direkt am Gerät. In Sachen Akkulaufzeit muss man also Abstriche ziehen, das fehlende Display rundet der Hersteller aber durch eine App für Smartphones und Tablets ab die über Bluetooth verbunden wird. Mithilfe der App kann man anschließend die gewünschte Temperatur einstellen, die aktuelle Temperatur abfragen sowie weitere Infos auslesen.

Der Crafty Vaporizer

Das Gehäuse des Crafty Vaporizers ist größtenteils aus Kunststoff gefertigt. Die verbauten Lamellen die dem Vaporizer seinen speziellen Look verleihen wurden nicht nur aus kosmetischen Gründen verbaut sondern erfüllen auch den Zweck der Wärmeableitung. Im Betrieb wird der Bereich rund um die Dampfkammer besonders heiß, ohne Lamellen könnte man das Plastik also nicht mehr anfassen.

Wie bereits in der Einleitung beschrieben fehlt dem Crafty ein Display zur Anzeige der aktuellen Temperatur sowie der Zieltemperatur. Stattdessen muss man sich am Gerät selbst mit LEDs und einem einzigen Knopf zufrieden geben. Das Gerät vibriert zudem und signalisiert euch damit z.B. ob der Vaporizer komplett aufgeheizt ist. Neben der normalen Zieltemperatur hat man die Möglichkeit die Boost-Funktion zu starten. In diesem Modus erhitzt der Crafty auf eine höhere Temperatur. Die normale Zieltemperatur sowie die Boost-Temperatur kann direkt über die Crafty App eingestellt werden. Die Basistemperatur liegt bei 180°C, im Boost-Modus wird die Dampfkammer auf standardmäßig 195°C erhitzt. Die Maximaltemperatur liegt bei 210°C.

Besonders gut hat uns der modulare Aufbau des Crafty gefallen. Die Dampfkammer ist unter der sogenannten Kühleinheit, also dem Kopfstück, des Vaporizers zu finden. Die komplette Kühleinheit kann einfach vom restlichen Gerät abgedreht werden und schon hat man Zugang zum verbauten Sieb und der Dampfkammer selbst. Das verbaute Mundstück kann auf Wunsch z.B. zur Reinigung komplett abgenommen werden. Um einen sicheren Transport des Crafty zu ermöglichen, kann das Mundstück natürlich auch eingefahren werden.

Crafty Vaporizer Test

Kommen wir zuerst zu den Dingen die uns am Crafty gefallen hat. Das Gehäuse ist hochwertig verarbeitet, die Aufwärmzeiten sind überzeugend und auch die Geschmacksentwicklung gefällt. Die Möglichkeit den Crafty über die App zu steuern hat uns gefallen, dürfte aber nicht jeden Nutzer ansprechen. Wer ein Display direkt am Gerät bevorzugt den Crafty aber sonst ansprechend findet, sollte sich den Mighty Vaporizer genauer ansehen. Der Mighty ist deutlich größer als der Crafty, hat eine bessere Akkulaufzeit, höhere Temperaturen und auch ein eingebautes Display.

Wo wir gerade beim Thema Akku sind. Mit einer vollen Akkuladung hält der Crafty Vaporizer etwa 45 Minuten durch. Das reicht für ein paar Sessions, eine längere Abstinenz von der Steckdose steht der Crafty dann aber wieder nicht durch. Das Gerät quittiert den Dienst sobald der Akkustand unter 20 Prozent fällt. Ab diesem Zeitpunkt sollte der Crafty wieder aufgeladen werden. Sobald der Vaporizer über die 20 Prozent Akkuladung kommt, kann er wieder gestartet werden und zeitgleich während der Aufladung verwendet werden. Wirklich gut funktioniert dieses Feature aber leider nicht. Die Hitze der Dampfkammer in Kombination mit der Hitze die während des Ladevorgangs vom eingebauten Akku ausgeht sorgt für viel Stress bei den einzelnen Komponenten. Um die Lebenszeit des Crafty nicht unnötig zu mindern, sollte die Passthrough-Funktion also nicht genutzt werden. Am Rande sei hier noch erwähnt, dass Lithium-Ion-Akkus ein Problem mit Hitze haben. Ein aufgeheizter Akku verliert seine Ladung schneller, lasst dem Gerät also am besten genügend Zeit um eine ordentliche Akkuladung aufzubauen.

Geladen wird der Crafty über ein microUSB Kabel. Unterwegs kann der Vaporizer also z.B. über eine etwas größere Powerbank wieder geladen werden. Handy-Ladegerät wie man Sie von Android-Smartphones  kennt, können auch verwendet werden. Hier ist aber auch Vorsicht geboten. Viele Ladegeräte für Smartphones liefern nicht genügend Leistung um den Akku des Crafty richtig aufzuladen. Verwendet man z.B. ein zu langes USB-Kabel kann der Ladevorgang nicht gestartet werden. Am Ende des Tages empfiehlt es sich also das mitgelieferte Ladegerät mitzunehmen.

Gut gefallen hat uns das verbaute Sieb welches Pflanzenpartikel daran hindert von der Dampfkammer über das Mundstück in den Mund des Anwenders zu wandern. Das Sieb kann man einfach aus der Verankerung nehmen um es zu reinigen oder zu tauschen. Im Lieferumfang finden sich zudem ein paar weitere Siebe die eingesetzt werden können.

Crafty Vaporizer Fazit

Der Crafty Vaporizer zählt ganz klar zu den teureren Geräten am Markt. Die Verarbeitung ist großartig, die Dampfentwicklung sehr gut und auch der Geschmack des erzeugten Dampfes macht Freude. Die Möglichkeit den Vaporizer über die App zu steuern hat uns auch gefallen wenngleich ein Display am Gerät selbst auch nicht verkehrt gewesen wäre. Der Lieferumfang beinhaltet Dinge wie eine Füllhilfe, einen Grinder, Ersatzsiebe und sogar Ersatzdichtringe die direkt an der Kühleinheit ausgetauscht werden können. Der Aufbau des Crafty ist durchdacht, viel Frust kommt bei den anfallenden Reinigungsarbeiten also nicht auf.

Abstriche muss man im Bezug auf die Akkulaufzeit machen. Eine Betriebszeit von 45 Minuten ist im Vergleich zu anderen Geräten zwar keine Schande aber allemal ausbaufähig. Die angebotene Passthrough-Funktion wird vom Gerät zwar unterstützt, sollte in der Praxis aber nicht genutzt werden. Der eingebaute Akku wird einfach zu warm und hält keine vernünftige Ladung mehr.

Wir empfehlen den Crafty Vaporizer all jenen die sich den Geschmack und Zugs eines Mighty-Vaporizers wünschen, den Aufpreis aber nicht zahlen wollen. Kommt man mit der Akkulaufzeit und den damit verbundenen Eigenheiten zurecht erwartet einem ein tolles Vape-Erlebnis das seinesgleichen sucht.

 

Mit freundlicher Unterstützung von https://vaporizenow.eu/

 

 

 

Comments

Be the first to leave a response.

Leave a Response!

Recent Posts